Dietmar Fegler, Präventionsexperte vom HSK-Gesundheitsamt, beim Aktionstag Sucht 2025 (Foto: Pressestelle HSK/MoL)
Dietmar Fegler, Präventionsexperte vom HSK-Gesundheitsamt, beim Aktionstag Sucht 2025 (Foto: Pressestelle HSK/MoL)

Hochsauerlandkreis. ‚Wie spreche ich Eltern an, bei denen ich eine Suchterkrankung vermute?‘ – diese Frage stellt sich vielen Fachkräften in Kinder-, Jugend- und Gesundheitseinrichtungen sowie Schulen im Alltag. Der diesjährige Aktionstag Sucht des Gemeindepsychiatrischen Verbundes im Hochsauerlandkreis widmet sich genau diesem Thema.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto ‚Umgang mit suchtauffälligen Eltern‘ und findet am Freitag, 13. November 2026, von 9 bis 15 Uhr im Kreishaus Meschede statt. Ziel ist es, suchtbedingte Verhaltensauffälligkeiten bei Eltern besser zu erkennen und betroffenen Familien sowie deren Kindern gezielter Unterstützung anbieten zu können.

‚Ich freue mich, dass wir das vierte Jahr in Folge den Aktionstag Sucht anbieten können. Unser Ziel ist es, Fachkräften und Ehrenamtlichen, die in ihrem beruflichen Alltag mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten, Methoden und Ansätze zur besseren Unterstützung suchtbetroffener Familien aufzuzeigen‘, erklärt Samira Sommer von der Arbeitsgruppe Sucht und Substitution des Gemeindepsychiatrischen Verbundes.

Das Programm umfasst mehrere Fachvorträge: Dr. R. Holzbach, Chefarzt des Klinikums Hochsauerland, referiert zum Thema ‚Was ist Sucht?‘. S. Kühnhold, Chefarzt der LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt, spricht über ‚Motivierende Gesprächsführung‘. Mitarbeitende des LWL-Klinikums Marsberg berichten zudem, wie eine qualifizierte Entgiftung von illegalen Drogen auf einer Station abläuft.

Drei Workshops ergänzen das Programm:

  • Workshop 1: Ansprache von Betroffenen – Mitglieder der AG Sucht & Substitution
  • Workshop 2: Einblicke in Suchtprävention – Dietmar Fegler, Fachkraft Gesundheitsprävention, Gesundheitsamt HSK
  • Workshop 3: Angehörige im Schatten der Sucht – Annabelle Schickentanz, Diplom-Sozialarbeiterin und Autorin, sowie Jens Flassbeck, Psychologischer Psychotherapeut und Fachbuchautor

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann über e-Termin unter www.etermin.net/HSK-Buergerservice/serviceid/677225?noinitscroll=1 vorgenommen werden.

Schreibe einen Kommentar