
Herdringen. Die Kinder sind längst ausgezogen, Zimmer stehen leer und der Garten macht mehr Arbeit als früher: Was über viele Jahre das perfekte Zuhause war, passt irgendwann nicht mehr zum eigenen Leben. Umbauen, teilen, anders nutzen – oder doch alles so lassen, wie es ist? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich ein Informationsabend von Stadt Arnsberg und Volkshochschule (vhs) Arnsberg/Sundern.
Unter dem Titel ‚Zu viel Haus? Finden wir gemeinsam neue Lösungen im Dorf!‘ sind am Montag, 16. November, um 18.30 Uhr alle Interessierten aus der gesamten Stadt Arnsberg in die Gemeinschaftshalle Herdringen eingeladen, um gemeinsam über neue Möglichkeiten des Wohnens nachzudenken. Der Eintritt ist frei.
Welche Lösungen sind denkbar? Kann ein Einfamilienhaus so umgebaut werden, dass zwei Generationen darin Platz finden? Lassen sich ungenutzte Räume sinnvoll vermieten? Welche Alternativen gibt es, wenn man im vertrauten Dorf bleiben, aber künftig kleiner wohnen möchte? Und welche Unterstützung braucht es, damit aus einer guten Idee eine realistische Perspektive wird?

‚In unseren Dörfern stehen viele Menschen vor ähnlichen Herausforderungen, der Aufbau einer kommunalen Wohnraumagentur wird helfen, diese gemeinsam zu bewältigen. Zugleich ist das Projekt wertvoll, um unsere Dörfer durch Zusammenhalt und eine gute Lebensqualität zukunftsfest zu machen‘, beschreibt Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner die Zielsetzung des Informationsabends.
Im Mittelpunkt des Abends stehen die Menschen und ihre Erfahrungen. Die Veranstaltung soll daher vor allem Raum für Fragen, persönliche Überlegungen und Austausch bieten. ‚Es geht nicht darum, fertige Lösungen vorzugeben oder jemanden zum Umzug zu bewegen‘, sagt Michaela Röbke, Initiatorin des Themas und Geschäftsbereichsleitung Stadtentwicklung. Vielmehr sollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten entdeckt werden, wie sich vorhandener Wohnraum besser nutzen und zugleich die Lebensqualität in den Dörfern erhalten und stärken lässt.
Der Abend bildet zugleich den Auftakt für die Arbeit der ‚kommunalen Wohnraumagentur‘. Ziel der Verwaltung ist es, eine solche Anlaufstelle in der Stadt Arnsberg einzurichten. Sie soll Menschen dabei unterstützen, neue Perspektiven für ihre Wohnsituation zu entwickeln, und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen, die zu den individuellen Bedürfnissen und den örtlichen Gegebenheiten passen.
‚Wie wollen wir wohnen – und wie können wir unsere Dörfer gemeinsam lebendig halten?‘ Diese Frage steht über dem Abend. Angesprochen sind alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten: Eigentümerinnen und Eigentümer ebenso wie Wohnungssuchende, Jung und Alt. Stadt und Volkshochschule laden ausdrücklich dazu ein, eigene Fragen, Erfahrungen und Ideen mitzubringen – denn die besten Lösungen entstehen häufig dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Termin kompakt: Montag, 16. November 2026, 18.30 Uhr, Gemeinschaftshalle Herdringen. Der Eintritt ist frei.




