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Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf Arnsberg - Arnsberg | Neheim | Hüsten NEWS
Ukrainian mother with her son. Patriots of Ukraine. Refugees from Ukraine. War against Ukraine.

Arnsberg. Über drei Monate sind seit Beginn des Angriff-Kriegs auf die Ukraine vergangen. Ein Krieg, der unvorstellbares Leid über das Land gebracht und dazu geführt hat, dass Millionen Menschen ihre Heimat verlassen haben. Rund 800 Ukrainer*innen sind in dieser Zeit in Arnsberg angekommen, von denen aktuell rund 690 Menschen weiterhin in der Stadt untergekommen und vollständig registriert sind. In der vergangenen Sitzung des Rates haben Bürgermeister Ralf Paul Bittner und Michael John, Fachbereichsleiter Soziales | Jugend | Familie, Bilanz der bisherigen Auswirkungen des Kriegsgeschehens auf Arnsberg gezogen. Darüber haben sich mit Beginn des Junis teilweise Zuständigkeiten und Ansprechpersonen für die Geflüchteten aus der Ukraine sowie Engagierte und Freiwillige geändert:

Städtische Unterkünfte: Aktuelle Situation

Das Thema Unterbringung ist bei großen Fluchtbewegungen in den Kommunen vor Ort immer akut, doch in Arnsberg konnten in kürzester Zeit dank der guten Zusammenarbeit mit privaten und gewerblichen Eigentümern sowie dem Klinikum Hochsauerland gute Lösungen geschaffen werden. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen 21 städtische Wohnraumangebote in Neheim, Hüsten, Oeventrop und Arnsberg ermöglicht.

Da die Zuwanderungszahlen deutlich gesunken sind, konnte die Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung in der Turnhalle Oeventrop zunächst in den Ruhemodus versetzt werden. So kann die Sportstätte wieder von den Sportvereinen genutzt werden. Zusätzlich wird ein Containerwohnangebot errichtet, um auch weiterhin auf die kurzfristige Aufnahme von Geflüchteten vorbereitet zu sein.

Dauerhaft verfügbarer Wohnraum kann gerne weiterhin an die Stadt Arnsberg gemeldet werden. Meldungen sind über das Service-Portal im Bereich „Planen, Bauen, Wohnen“ möglich unter portal.arnsberg.de/services/6 oder per E-Mail an mietangebote-ukraine@arnsberg.de.

Von der Unterkunft in die eigene Wohnung: Vermittlung von Wohnraum

Nicht alle, aber einige Ukrainer*innen möchten gerne längerfristig in Arnsberg bleiben. Für sie wurden Strukturen geschaffen, sie in eigene Mietwohnungen zu vermitteln. So ist es dem Team Wohnraumvermittlung bei der Stadt Arnsberg gelungen, innerhalb von zwei Monaten 155 Geflüchtete in privaten Wohnraum zu vermitteln. Künftig unterstützt das soziale Fallmanagement des Fachdienstes Zuwanderung|Integration die Suche nach geeigneten Wohnungen. 

Kontakt: zuwanderung-wohnen@arnsberg.de, Tel. 02932 201-1912

Freundeskreise, Netzwerke und Patenschaften: Neue Ansprechperson

Ohne die Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen und Freundeskreise wären die vielfältigen Angebote zur Integration in die Stadtgesellschaft nicht vorstellbar. Patenschaften, Dolmetscher*innen, Alltagshelfer*innen und viele mehr leisten unverzichtbare Arbeit. Und auch weiterhin werden mithilfe der Stadtverwaltung u.a. Patinnen und Paten unterstützt, geschult und vermittelt, Informationsangebote weiterentwickelt, Begegnungsorte geschaffen, Netzwerke ausgebaut.

Für den Bereich der ehrenamtlich tätigen Freundeskreise, der Netzwerke und der Patenschaften ist die zentrale Ansprechperson bei der Stadtverwaltung Arnsberg:

Sonja Essers, Fachdienst Zuwanderung | Integration, E-Mail: integration.essers@arnsberg.de, Tel. 02932 201 1975. 

Integration in Arbeit und Ausbildung/Grundsicherung: Amt für Grundsicherung/Jobcenter/Wohngeldstelle ist zuständig

Seit 1. Juni gilt eine Gesetzesänderung, nach der Geflüchtete aus der Ukraine Anspruch auf Grundsicherungsleistungen haben. Demnach können sie Grundsicherungsleistung nach SGB II (Leistungen zur Eingliederung in Arbeit und zur Sicherung des Lebensunterhalts) und SGB XII (Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) erhalten, wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen finanziellen Mitteln sicherstellen können. Über den Bezug von Grundsicherungsleistungen wird auch die Krankenversicherung sichergestellt.

Die Antragsbearbeitung sowie die Vermittlung in Arbeit bzw. Ausbildung liegen für Grundsicherungsbezieher*innen in der Zuständigkeit des Amts für Grundsicherung/Jobcenter/Wohngeldstelle Arnsberg. Das Team bearbeitet die Anfragen zur Leistungsbewilligung und unterstützt bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen und Zeugnissen, sowie der Suche nach Arbeits- bzw. Ausbildungsstellen. Zudem erhalten die Leistungsberechtigten seit dem 1. Juni auch den Zugang zu Integrationskursen über diese Stelle.

Kontakt Jobcenter:

Amt für Grundsicherung/Jobcenter/Wohngeldstelle, E-Mail: jobcenter@arnsberg.de, Tel. 02932 201-2345 

Für Geflüchtete aus der Ukraine, die keinen Anspruch auf Grundsicherungsleistungen haben, ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Nähere Informationen sind hier zu finden: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/meschede-soest/informationenfuergefluchtetemenschenausderukraine

Bildung und Betreuung

Unter den Geflüchteten aus der Ukraine sind auch viele Kinder in Arnsberg angekommen: 94 Kinder sind jünger als 6 Jahre, von denen 62 in einem Betreuungsangebot sind: in einer ehrenamtlich betreuten Kindergruppe, einem Rucksack-Angebot des Kommunalen Integrationszentrums (KI HSK), im Rahmen eines Sprachkurses oder in einer Kindertageseinrichtung.

Schulpflichtige Kinder sind in Arnsberger Grundschulen und weiterführenden Schulen untergekommen. Dazu wurden bisher fünf Willkommensklassen im Primarbereich an den Grundschulen und drei Willkommensklassen an den weiterführenden Schulen eingerichtet. Aktuell gibt es 175 schulpflichtige ukrainische Kinder in der Stadt Arnsberg, von denen 83 im Grundschulalter sind. In den Schulen erhalten sie eine intensive Sprachlernbegleitung durch verschiedene Träger, in Deutsch-Gruppen oder in Form von Summer-Camp-Angeboten.

Für Rückfragen stehen folgende Ansprechpersonen zur Verfügung:

Kindertagesbetreuung – Fabian Schrieck, E-Mail: f.schrieck@arnsberg.de, Tel. 02932 201-1454 Schulen – Heidi Appelhans, E-Mail: h.appelhans@arnsberg.de, Tel. 02932 201-1276

Sprache und Integration

Gut nachgefragt werden die Sprach- und Integrationskurse: Über 100 Anträge zur Teilnahme an Integrationskursen waren bis Mitte Mai eingegangen. Neben den Integrationskursen (siehe Bereich Integration in Arbeit), gibt es weitere Sprachkursangebote.

Kontakt:

Sonja Essers, Fachdienst Zuwanderung|Integration, integration.essers@arnsberg.de, Tel. 02932 201 1975 Amt für Grundsicherung/Jobcenter/Wohngeldstelle, E-Mail: jobcenter@arnsberg.de, Tel. 02932 201-4000

Sprachkursangebote gibt es unter anderem in Alt-Arnsberg, Neheim und Oeventrop. Eine Übersicht und Informationen zur Anmeldung sind hier zu finden: www.arnsberg.de/ukraine/sprache-arbeit/sprachkurse.php

Dank für die großartige Unterstützung

Bürgermeister Ralf Paul Bittner bedankt sich für die große und solidarische Unterstützung der Stadtgesellschaft, der Hilfsinitiativen, der Freundeskreise, der Feuerwehr, der Organisationen und Verbände – hier insbesondere dem Caritasverband Arnsberg-Sundern und dem Technischen Hilfswerk, das mit neun jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst (Bufdis) unterstützt hat, sowie den Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung: „Arnsberg hat einmal wieder einen großen Zusammenhalt bewiesen. Ohne zu zögern haben sich zahlreiche Menschen und Institutionen zusammengeschlossen und Großartiges bewirkt. Viele sind dabei an ihre Belastungsgrenze gegangen, besonders meine Mitarbeiter*innen aus dem Fachbereich für Soziales, Jugend, Familie. Ich bin stolz und dankbar auf das, was wir gemeinsam in Arnsberg schaffen!“

Weitere Informationen

Fragen für konkrete Anliegen können weiterhin an die städtischen Mitarbeiter*innen der jeweiligen Fachdienste gerichtet werden. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung über die Zentrale Servicenummer 02932 2010 erreichbar. Die seit Anfang März freigeschaltete Ukraine-Hotline sowie die dazugehörige E-Mail-Adresse für Fragen zur Zuwanderung von Geflüchteten wird aufgrund der stark rückläufigen Nutzung zunächst eingestellt.

www.arnsberg.de/ukraine

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