
Hochsauerlandkreis. Die Künstlerin Jana Schröder erhält den August-Macke-Preis des Hochsauerlandkreises 2027. Den Namen der Preisträgerin gab Fabian Veltins, Geschäftsführer Marketing bei der Brauerei C. & A. Veltins, während eines Pressegesprächs am Montag, 5. Oktober, in Grevenstein bekannt: ‚Die Kunst- und Kulturförderung ist tief in der DNA unseres Hauses und in der Identität unserer Region verankert – der August-Macke-Preis ist ein Beweis dafür.‘
Der Macke-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. Erste Preisträgerin war 2008 Leiko Ikemura, 2011 erhielt Corinne Wasmuht die Auszeichnung. Kerstin Brätsch wurde der Preis 2014 zuerkannt, Preisträger des Jahres 2017 war Michael Sailstorfer, 2022 Toulu Hassani. Wegen der Corona-Pandemie musste zwischenzeitlich vom Dreijahresrhythmus abgewichen werden.
Jana Schröder wurde 1983 in Brilon geboren und lebt und arbeitet heute in Düsseldorf. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Albert Oehlen.
Prof. Dr. Stephan Berg, Vorsitzender der Jury und des August-Macke-Kuratoriums, stellte die Begründung der Jury auszugsweise vor: Ihre großformatigen Arbeiten seien das Ergebnis einer gestischen und grafischen impulsiven Praxis, geprägt von der Spannung zwischen Zufall und Planung. In profunder Kenntnis der historischen Grundlagen der Malerei hinterfrage ihre künstlerische Praxis zugleich die Gültigkeit traditioneller Maltechniken. Die Kompositionen bestehen aus vielschichtigen Flächen aus Linien und Zeichen, die durch das wiederholte Auftragen und Ausradieren von Farbe entstehen. Die Künstlerin formt ihre Ideen durch das Zusammenspiel überlappender Farben und Farbschichten; in einigen Gemälden verwendet sie den Permanentstift. Ihre Bilder entstehen häufig seriell und verbinden Kontrolle und Zufall, Langsamkeit und Geschwindigkeit.
Jana Schröder war unter anderem in Ausstellungen im Kunstmuseum Bonn, im Museum Wiesbaden, in den Kunstsammlungen Chemnitz, den Deichtorhallen Hamburg, der Kunst-Station Sankt Peter Köln und im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst Augsburg vertreten. 2025 war sie dort in ’20:15′ zu sehen, 2026 in Leipzig und Frankfurt. Ihre Herkunft aus Brilon macht sie zu einer international wahrgenommenen Gegenwartskünstlerin mit biografischer Verbindung zur Region.
Unterstützt wird der August-Macke-Preis von der Brauerei C. & A. Veltins, der Sparkasse Mitten im Sauerland, der Annegret und Hans-Richard Meininghaus-Stiftung, dem Hochsauerlandkreis sowie dem August-Macke-Kuratorium.
Landrat Thomas Grosche, der bei der Bekanntgabe die einführenden Worte sprach, wies bereits jetzt auf die Ausstellung im Sauerland-Museum Arnsberg hin, die mit der feierlichen Verleihung des Preises am 20. Mai beginnt. Die Künstlerin hat dafür eine neue Werkgruppe geplant: ‚Ab morgen früh beginne ich‘, kündigte sie noch während des Termins in Grevenstein an, ‚es wird die beste Ausstellung, die Sie je gesehen haben‘.
August Macke wurde am 3. Januar 1887 in Meschede im Hochsauerlandkreis geboren. Er gehörte zu den bekanntesten deutschen Malern des Expressionismus und nahm an beiden Ausstellungen des Blauen Reiters 1911 und 1912 teil.




