Frank Neuhaus, Vorsitzender der SPD-Fraktion Arnsberg
Frank Neuhaus, Vorsitzender der SPD-Fraktion Arnsberg

Arnsberg. In absehbarer Zeit beginnen die Diskussionen über die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans für den Hochsauerlandkreis. Er wird für die nächsten Jahre den Rahmen für die weitere Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im Kreisgebiet setzen. „Wir halten es für wichtig, hier frühzeitig Impulse zu setzen, damit mehr Menschen den ÖPNV nutzen. Daher haben wir uns als SPD-Fraktion Arnsberg bereits seit einigen Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Auch der SPD-Stadtverband hat hierzu auf einem Parteitag einen Antrag verabschiedet. Für uns steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: Wie muss der öffentliche Nahverkehr aussehen, damit er für mehr Menschen eine echte Alternative zum Auto wird?“, so das Ratsmitglied Gerd Stodollick.

Gerade für Pendlerinnen und Pendler reicht es nicht aus, dass grundsätzlich eine Busverbindung vorhanden ist. Das Angebot muss zu ihrem Alltag passen. Gewerbegebiete und Einrichtungen mit vielen Beschäftigten, etwa Krankenhäuser oder Behörden, müssen gut an das Busnetz angebunden sein. Die Verbindungen sollten sich dabei stärker an Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Schichtwechseln orientieren.

„Ein wichtiger Punkt ist für uns die Anbindung des Klinikums in Hüsten. Dort arbeiten zahlreiche Menschen, gleichzeitig kommen täglich Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher zum Klinikum. Ein attraktiveres ÖPNV-Angebot könnte deshalb auch dazu beitragen, den Parkdruck im Umfeld des Klinikums zu verringern. Vorstellbar wäre beispielsweise eine regelmäßige direkte Busverbindung zwischen dem Bahnhof Neheim-Hüsten als wichtigem Verkehrsknotenpunkt und dem Klinikum. Wir stellen uns dabei eine Verbindung zwischen 5 Uhr 30 bis 21 Uhr mit einer höchstens 30-minütigen Taktung vor“, schlägt Werner Ruhnert vor.

Ebenso wichtig ist eine bessere Anbindung der Dörfer und die bislang verkehrlich schlecht erschlossenen städtischen Quartiere. Hier gibt es mit den Bürgerbussen bereits ein Angebot, das nicht zuletzt durch großes ehrenamtliches Engagement getragen wird. Gleichzeitig sollten wir prüfen, wie dieses Konzept weiterentwickelt und durch moderne, bedarfsgesteuerte Angebote ergänzt werden kann.

In anderen Regionen werden dafür zunehmend sogenannte On-Demand-Angebote eingesetzt. Dabei fahren kleinere Fahrzeuge nicht nach einem starren Fahrplan, sondern werden bei Bedarf angefordert. Gerade in Gebieten und zu Zeiten mit geringer Nachfrage kann dies eine interessante Ergänzung zum klassischen Linienverkehr sein.

„Der neue Nahverkehrsplan bietet die Chance, solche Möglichkeiten für Arnsberg und den Hochsauerlandkreis konkret zu prüfen. Die SPD-Fraktion hat deshalb die Stadtverwaltung gebeten, diese und weitere Vorschläge in die demnächst beginnenden Beratungen über den neuen Nahverkehrsplan einzubringen. Dieses wurde uns auch zugesagt“, freut sich der Fraktionsvorsitzende Frank Neuhaus.

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