Jugendliche messen mit mobilen Sensoren Temperatur und Luftfeuchtigkeit und werten die Daten zum Stadtklima in Arnsberg auf einem Tablet aus.

Arnsberg. Wie fühlt sich der Klimawandel rund um die eigene Schule an? Wo entstehen Hitzeinseln in der Stadt, und wo finden Bürgerinnen und Bürger an heißen Sommertagen Abkühlung? Diesen Fragen sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule am Eichholz in Alt-Arnsberg und des St.-Ursula-Gymnasiums in Neheim in den vergangenen Wochen nachgegangen. In einem gemeinsamen Projekt des städtischen Klimaanpassungsmanagements und des Smart City-Teams schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Stadtklimaforscherinnen und -forschern.

Ausgestattet mit mobilen Temperatur- und Luftfeuchtesensoren inklusive GPS-Aufzeichnung begingen die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Routen durch ihre Stadtteile. Die Strecken führten gezielt durch stark versiegelte Bereiche, Grünflächen sowie die Übergangszonen dazwischen. Im Mittelpunkt stand der Abgleich zwischen der eigenen Wahrnehmung vor Ort (‚Wie warm fühlt es sich hier an?‘) und den zeitgleich gemessenen Sensorwerten. So wurden abstrakte Datenerhebungen mit dem konkreten Erleben des Stadtraums verknüpft.

Die Jugendlichen setzten sich dabei direkt im Stadtraum mit den physikalischen und städtebaulichen Ursachen für Hitzeentwicklung auseinander und erhielten gleichzeitig einen praxisnahen Einblick in die Aufgaben eines datenbasierten Klimaanpassungsmanagements. An verschiedenen Stationen entwickelten sie als Ideengeberinnen und Ideengeber für ihre Stadtteile konkrete Vorschläge für Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort.

Die Ideen der Klassen fließen als qualitative Impulse in das kommunale Klimaanpassungskonzept der Stadt Arnsberg ein. Mit dem Projekt leistet die Stadt Arnsberg nach eigenen Angaben zugleich einen Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) sowie SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).

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