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Päpstlicher Stiftungsrat auf den Spuren von Franz Stock in Neheim

Einladung zur Mitfeier der hl. Messe

Paul Josef Kardinal Cordes, ein weiterer Kardinal und fünf lateinameriklanische Bischöfe besuchen am Fr., 31. Juli „auf den Spuren von Franz Stock“ Arnsberg-Neheim. Nach einem Besuch der Franz-Stock-Dauerausstellung im Neheimer Fresekenhof und des Elternhauses von Franz Stock werden sie um 19.00 Uhr in der St. Johannes Kirche eine Messe feiern. Hauptzelebrant ist der deutschsprechende Kardinal Juan Sandoval aus Guadalajara in Mexiko. Die Pfarrgemeinde St. Johannes und das Franz-Stock-Komitee laden herzlich zur Mitfeier der hl. Messe ein.

Von Paul Josef Kardinal Cordes wurde Arnsberg-Neheim ganz bewusst mit Blick auf Franz Stock für ein Treffen der Bischöfe ausgesucht. Der Besuch in Neheim steht im Zusammenhang mit der Vergabesitzung der Stiftung „Populorum progressio“. Sie soll in diesem Jahr erstmals nicht in Latein-Amerika, sondern in Deutschland stattfinden. Der Stiftungsrat besteht aus acht Mitgliedern:

  • Kardinal Juan Sandoval Iñiguez, Guadalajara, Mexiko
  • Kardinal Paul Josef Cordes, Vatikan
  • Erzbischof Edmundo Luis Abastoflor Montero, La Paz, Bolivien
  • Erzbischof Fabio Betancur Tirado, Maniyales, Kolumbien
  • Erzbischof Alberto Taveira Corrêa, Palmas, Brasilien
  • Erzbischof Antonio Arregui Yarza, Guayaqui, Ecuador
  • Bischof José Luis Astigarraga Lizarralde, Yurimaguas, Peru
  • Msgr. Segundo Tejado Muñoz, Vatikan

Der Stiftungsrat wird bereits einige Tage vorher in der Kath. Akademie in Schwerte tagen. Dabei soll auch Franz Stock thematisiert werden. So ist eine Zusammenkunft mit Zeitzeugen und Vertretern des Franz-Stock-Komitees geplant. Am Montag, 27. Juni gibt es eine Pressekonferenz.

Paul Josef Kardinal Cordes verweist mit Blick auf die Bedeutung von Franz Stock auf zwei Zitate:

Zunächst auf die Aussage von Nuntius Roncalli, dem späteren Papst Johannes XXIII., der 1948 und 1962 sagte: „Der Priester Franz Stock – das ist nicht nur ein Name, das ist ein Programm.“

Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers erklärte gegenüber Kardinal Cordes nach seiner Rückkehr von den Gedenkfeiern am Mont-Valerien zum 60. Todestag von Franz Stock, die am 23.02.08 im Beisein des französischen Staatspräsidenten Sarkozy stattfanden: „Mir ist es ein großes Anliegen, die Erinnerung an diese Persönlichkeit der Kirchegeschichte des 20. Jahrhunderts und die Verehrung dieser Person für die kommende Generation lebendig zu erhalten.“

Paul Josef Kardinal Cordes, der aus dem Erzbistum Paderborn stammt, ist innerhalb der Kurie Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum. Der Rat hat unter anderem die Aufgabe, die humanitären Hilfsaktionen des Heiligen Stuhls in Krisen- und Katastrophengebieten zu organisieren und durchzuführen. Weiterhin soll er die globalen caritativen Aktivitäten der katholischen Kirche und ihrer zugehörigen Institutionen und Organisationen koordinieren. Eine weitere Funktion besteht in der Leitung der ihm zugeordneten Stiftungen u.a. Populorum progressio

Die Stiftung Populorum progressio unterstützt Projekte in Lateinamerika. Sie will vor allem wirtschaftlich benachteiligte Indios und Campesinos unterstützen. Eingerichtet wurde die Stiftung 1992 von Papst Johannes Paul II. aus Anlass der 500-Jahr-Feiern der Entdeckung Amerikas. Die Stiftung wird von einem Verwaltungsrat geleitet. Ihm gehören sechs Bischöfe aus Lateinamerika an. Sitz der Stiftung ist beim Rat der lateinamerikanischen Bischöfe (CELAM) in Santa Fé de Bogota.

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