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Besuch der Stiftung Populorum Progressio in Neheim

Stiftung Populorum Progressio in NeheimMesse in St. Johannes Baptist in Neheim war der würdige Abschluss der Tagung des Verwaltungsrates von „Populorum Progressio“ in Schwerte.

Zur Freude aller war die St. Johannes Kirche in Neheim am Freitagabend (31.07.2009) lückenlos gefüllt. Anlass war eine feierliche, von der Kantorei mitgestaltete Messe, die der deutschsprachige Erzbischof Edmundo Luis Abastoflor Montero aus La Paz (Bolivien) zusammen mit Paul Josef Kardinal Cordes, mehreren Erzbischöfen aus Lateinamerika und Priestern aus Neheim hielt.

Die Bischöfe, der Verwaltungsrat der päpstlichen Stiftung „Populorum Progressio“, einer Stiftung für die Ärmsten in Lateinamerika, hatten ihre diesjährige Sitzung auf Einladung von Kardinal Cordes in seiner Heimatdiözese abgehalten. Hier wurden einzelne Projekte vorgestellt und über die finanzielle Förderung beraten und beschlossen. Zum Abschluss hatte er sie nach Neheim eingeladen, in die Heimat von Franz Stock, um sie durch den Besuch des Elternhauses von Franz Stock und der Ausstellung im Fresekenhof mit diesem Priester der Versöhnung bekannt zu machen.
In seiner Predigt stellte Erzbischof Montero eine Verbindung her mit der Arbeit der Stiftung und Franz Stock. Beide hätten ein Ziel: den Einsatz für die Schwachen, Kranken, Entrechteten; beide hätten eine Grundlage: die Überzeugung im Glauben. Er hob konkret hervor, welche Bedeutung Franz Stock für dieses menschliche Miteinander in der schweren Zeit des II. Weltkrieges und in der Zeit danach gehabt und welche Spuren er hinterlassen habe. Unsere Aufgabe heute sei aber nicht nur, diesen Rückblick zu tun, sondern in seinem Geiste weiterzugehen auf dem Weg zu mehr Mitmenschlichkeit unserem räumlich Nächsten gegenüber, aber auch in der weiten Welt.

Seine Schlussansprache begann Kardinal Cordes mit dem Bekenntnis: „Ich bin ein Fan von Franz Stock!“. Dieser sei durch seine Person und durch sein Tun auf der Grundlages eines Glaubens zu einem der Friedensstifter für unsere Zeit in Europa geworden. Nicht nur Politiker seien am Werk gewesen, sondern auch aus dem kirchlichen Raum heraus seien die Grundlagen gelegt und Impulse gegeben worden. Es sei wichtig, dass sich die Menschen mit ihm befassen und sie sich der Größe dieses Mannes und seines Beitrages für die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland bewusst würden. Sein würdeloses Ende deutete Cordes als ein Erlöserleiden, dass diese Freundschaft möglich gemacht habe. Er sei zuversichtlich, dass der Seligsprechungsprozess, der nun vom Erzbischof der Heimatdiözese von Franz Stock, Hans-Josef Becker, im Herbst eröffnet werden wird, in vermutlich fünf bis sieben Jahren, zuende geführt werden könne. In diesem Zusammenhang wies Cordes auch darauf hin, dass der Einsatz des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Rüttgers nicht ohne Eindruck in Rom gewesen sei. Ganz besonders forderte er die Gläubigen auf, verstärkt ihre Fürbitten an Franz Stock zu tragen und seine Heimat zu einem noch größeren Zentrum seiner Verehrung zu machen. Um Franz Stocks enge Bindung an seine Heimat und seine Familie zu veranschaulichen, zitierte er aus Schreiben von ihm, in denen er u.a. bedauerte, Weihnachten nicht zuhause bei ihnen sei zu können. Auch habe Franz Stock entkräftet am Ende seines Lebens den Wunsch gehabt, als Priester in Oelinghausen wirken zu können. Die neu gestaltete Kapelle in der St. Johannes Kirche sei ein sehr guter Ort des Gebetes und der Besinnung.Den Abschluss des Besuchs bildete ein Empfang, zu dem die Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim eingeladen hatte. Bürgermeister Hans-Josef Vogel bezeichnete in seiner kurzen Ansprache Franz Stock als den wohl größten Sohn der Stadt Arnsberg. Er griff den Gedanken von Erzbischof Montero auf verband damit ebenfalls den Wunsch, dass sein Zeichen von Mitmenschlichkeit und innerer Überzeugung auch heute weiterwirke im Zusammenlaben der Völker in Europa, darüber hinaus aber auch in der gesamten Welt.

www.franz-stock.de

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