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Bürgermeister Hans-Josef Vogel:

Arnsberg freut sich über die bevorstehende Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens von Franz Stock
Arnsberg. Im Rahmen der Donatorenfeier 2009 im Kaiserhaus, mit der nunmehr seit 641 Jahren der Waldschenkung des Arnsberger Grafen Gottfried IV. an die damalige Stadt Neheim gedacht wurde, ging Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel auf die voraussichtlich im November stattfindende Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens für den Neheimer Priester Franz Stock ein. Vogel sagte: „Unsere ganze Stadt, ob katholische oder evangelische Christen, ob Muslime oder Hindus, ob Atheisten oder Agnostiker, unsere ganze Stadt, wir alle freuen uns, dass die Katholische Weltkirche den Prozess zur Seligsprechung von Franz Stock im November eröffnet. Und dass sie dies in unserer Stadt in St. Johannes Baptist, im Sauerländer Dom tut.“

Franz Stock habe, so Hans-Josef Vogel, durch sein mutiges und aufopferungsvolles Leben in der dunkelsten Zeit der Zerstörung Europas das Licht Europas weiter getragen und den Weg Europas zu Frieden und Freiheit bereitet. Er habe dies getan als Gefängnisseelsorger der von den Nazis in Paris Inhaftierten des französischen Widerstandes. Vogel weiter: „Franz Stock stand auf der Seite der Opfer, ging mit ihnen zu den Erschießungen. Er hat sie getröstet, war ihr Beistand, war ihr letzter Freund. Und er hat sie begraben und ihre Angehörigen unterrichtet, obwohl es ihm verboten war.“

Arnsbergs Bürgermeister Vogel erinnerte auch daran, dass Franz Stock im Gefangenenlager bei Chartres für 38.000 deutsche Soldaten ein Stacheldraht-Seminar organisiert und geleitet hat, in dem fast 1.000 Gefangene ihr Abitur nachgeholt und ein Theologiestudium begonnen haben. Das Stacheldrahtseminar von Franz Stock war das bislang größte Priesterseminar der Welt.

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