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5. Internationales Theatertreffen startet mit Novecento

Organisator als Rezitator bei Spätvorstellung dabei

Arnsberg. Das 5. Internationale Theatertreffen in Arnsberg startet mit einer „poetischen Geschichte von Liebe und Unendlichkeit“. Novecento – die Legende vom Ozeanpianisten wird zur Eröffnung der Theatertage am Freitag, den  02. Oktober 2009, um 18.15 Uhr in der  Arnsberger Kulturschmiede aufgeführt. Zuvor wird das internationale Theatertreffen um 18.00 offiziell eröffnet.  Das besondere Kennzeichen des Theatertreffens ist der Dialog zwischen den Genres der darstellenden Künste. In diesem Jahr steht das Tanztheater im Mittelpunkt.

Mit Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten nach Allessandro Bariccos Meisternovelle eröffnet ein Stück das Theatertreffen, das in Magdeburg und Berlin für ausverkaufte Häuser sorgte. Das Puppentheater Magdeburg und der in Wuppertal aufgewachsene und in Berlin lebende Darsteller Florian Feisel bringen ein berührendes Stück auf die Bühne. „Dem Schweizer Regisseur Markus Joss gelang in der langen gemeinsamen Projektentwicklung mit dem künstlerischen Leiter des Puppentheaters Frank Bernhardt und dem außergewöhnlichen Puppentheaterkünstler Florian Feisel ein szenischer Monolog. Der Text selbst und die Art und Weise wie Florian Feisel in den verschiedenen Rollen und im symbolträchtigen Spiel mit, auf, im, über, neben und unter dem „Schiff“ diesen Text sprachlich auslotet, ist wie Musik“ schreibt der Magdeburger Kritiker Herbert Henning über die „wunderbaren Erlebnisse der kleinen Form mit großer nachhaltiger Wirkung.
Denn Tim Tooneys Zuhause ist eine Kiste. In der lebt er. Aus der heraus erzählt er die Geschichte seiner Freundschaft zu dem großartigsten Mann, den er je gekannt hat: Danny Boodmann T. D. Lemon Novecento. Der Mann, der Zeit seines Lebens das Schiff, auf dem er geboren wurde, nicht verlassen hat, der die Gabe besaß, die Menschen zu erkennen, die Zeichen zu lesen, die sie mit sich trugen – Zeichen für Orte, Länder, Geschichten Zu Novecento, dem Ozeanpianisten, kam die ganze Welt. Sie kam zu ihm, weil er sie sich täglich neu erschuf – mit den 88 Tasten seines Klaviers. Er verließ das Schiff nie, weil er wusste, dass an Land nicht die Freiheit auf ihn wartet, sondern die Angst vor den unendlichen Möglichkeiten.

Darsteller Florian Feisel – ausgebildet am Studiengang für Puppenspielkunst der Berliner Ernst-Busch-Hochschule – arbeitet seit 2003 als freischaffender Figurenspieler und Performancekünstler. In einem ganz eigenen Mix aus Körpertheater, Materialperformance und Figurenspiel entwickelt er seine Theaterstücke mit „Körperteilen, Figuren und anderen Dingen“. Die Inszenierung Novecento entstand in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Magdeburg, einem der renommiertesten deutschen Ensembletheater.

Ab 21.30 Uhr wird das Tanzensemble RS aus Remscheid zu einem literarischen Tanzabend „Das Ende als Zukunft“ einladen. Es ist eine Begegnung mit dem 1986 verstorbenen Sprachkünstler Dan Pagis, einem der bedeutendsten Schriftstellern Israels und dem Lyriker Ronny Someck, im Irak geboren und nach Israel ausgewandert. Die Choreographin Dr. Ronit Land, in Tel-Aviv geborene Tanzdozentin und Fachleiterin für Tanz an der Akademie Remscheid, ließ sich in ihrem Tanzabend von den Gedichten und der Prosa dieser beiden Autoren inspirieren. Als Rezitator wird Festival-Organisator Yehuda Almagor vom Teatron-Theater selbst fungieren.

Karten für das Theatertreffen und die Eröffnungsveranstaltungen gibt es im Arnsberger Stadtbüro (02931-893 1143) und an der Abendkasse in der KulturSchmiede Arnsberg, Apostelstr. 5, 59821 Arnsberg, Tel. 02931 23471 (ab einer Stunde vor den Vorstellungen). Für spontane Besucher gibt es die Möglichkeit, sich jeweils eine Stunde vor Beginn einer Vorstellungen des Theatertreffens unter folgenden Telefonnummern nach Restkarten zu erkundigen: Für Veranstaltungen in der KulturSchmiede: 02931 23471,  für die Veranstaltung im Sauerlandtheater: 02931 1731.

Weitere Informationen unter www.arnsberg.de und www.teatron-theater.de.

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