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„Ich werde gemobbt – was nun?“ – Gesellschaftsphänomen als Gesundheitsrisiko ohne Ausweg?

Hochsauerlandkreis/Arnsberg. Jobverlust, Angst, steigender Konkurrenz- und Leistungsdrucks in dieser gesellschaftlichen Situation tritt „Mobbing“ vermehrt auf. Der Prozess der systematischen Ausgrenzung und Erniedrigung eines anderen Menschen, wird oft von einer oder mehreren Personen regelmäßig über einen längeren Zeitraum betrieben. Manchmal werden schon alltägliche Konfliktfälle so bezeichnet oder sogar sachliche Kritik an einer fachlichen Leistung. Andererseits wird im eigenen Unternehmen von Führungskräften die eigene die Existenz quasi negiert. Aufgrund dieser großen Spanne und der Abgrenzung, was Mobbing eigentlich ist, entstand ein großer Informationsbedarf. „Im vergangenen Jahr sind mehrere Anfragen bezüglich einer Beratung oder die Anfrage nach einem Gesprächskreis bei mir eingegangen“ benennt Marion Brasch den Handlungsbedarf. „Die betroffenen Personen stehen häufig ganz alleine da.“ Die AKIS will daher in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und der Volkshochschule Aufklärungsarbeit betreiben. Auf der Grundlage des „Mobbing-Reports“, einer Studie der Sozialforschungsstelle Dortmund im Auftrage des Bundesministeriums für Arbeit, soll über den sachgerechten Umgang mit dem Thema „Mobbing“ informiert werden. Beim Fachgespräch „Mobbing“ am Mittwoch, den 24. Februar 2010 von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Kulturzentrum Berliner Platz wird dazu eine Expertin Rede und Antwort stehen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund, Bärbel Meschkutat, kennt sich aus. Sie hat Mobbing untersucht und kann mit interessanten Ergebnissen aufwarten.
Um eine Anmeldung wird bei der Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Hochsauerlandkreis – AKIS im HSK unter 02931 9638-105 oder per Email an [email protected] gebeten. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Programmablauf

14:00 Uhr Begrüßung 14:45 Uhr „Mobbing – Begriffsbestimmung und Interventionsmöglichkeiten“ Referentin: Bärbel Meschkutat (Wiss. Mitarbeiterin an der Sozialforschungsstelle, ZWE der Techn. Uni Dortmund)

15:45 Uhr „Gesundheitliche Auswirkungen von Mobbing“ Referent: Dr. Joachim Scholz ( Leitung Sozialpsychiatrischer Dienst des Gesundheitsamtes Hochsauerlandkreis)
16:00 Uhr „Chancen und Möglichkeiten aus der betrieblichen Praxis“ Referent: Dipl. Sozialarbeiter Markus Ebert (Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der RWE Rheinland Westfalen Netz AG, Standort Arnsberg)
16:15 Uhr Moderiertes Gespräch mit den Referenten und Rückfragen Moderation: Michaela Padberg

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