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Asbest im Dach: Information und Fakten nach Brand in der Bahnhofstraße in Arnsberg-Hüsten am 09.03.2010

Hüsten/Herdringen. Am Dienstag, den 09. März ist es in der Lagerhalle des ehemaligen Duropal-Sägewerkes zu einem Großbrand gekommen. Die Anwohner der Arnsberger Ortsteile und Stadtbezirke südlich des Brandherdes lagen in Windrichtung. Diese Stadtteile und Stadtgebiete (Kleinbahnstraße/Mühlenberg/Herdringen/Bergheim) wurden bereits während des Brandes mit Vorsorge- und Schutzmaßnahmen bedacht. Daher wurden während des Brandes und des Absenkens der Rauchwolke die Firmen Desch und Aldi evakuiert und die Anwohner gebeten Fenster und Türen zu schließen. Nördlich des Brandes (Unterhüsten Bahnhofstraße, Rusch u.a.) bestand zu keiner Zeit eine Gefahr oder Beeinträchtigung. Fakten:

  • In der Dachabdeckung waren zum Teil Asbestzementplatten enthalten
  • Das Landesumweltamt und die Feuerwehr haben während des Brandes keine auffälligen Werte in den Brandgasen gemessen
  • Die „Wischprobe“ am Boden steht mit der Analyse noch aus

Um alle Eventualitäten auszuschließen hat die Stadt Arnsberg auf Empfehlung des Landesumweltamtes am Dienstag rein vorsorglich die Kinderspielplätze gesperrt, bis die Ergebnisse der „Wischprobe“ vorliegen. Das ist voraussichtlich am Freitag gegen Mittag der Fall. Diese Maßnahme gilt ausschließlich für die Gegenden in Rauchrichtung, also südlich der Brandstelle.

Eine Gefahr könnte bestehen, wenn

a) im Niederschlag Schadstoffe enthalten waren und dann
b) Kinder den Dreck/Schnee/Sand in den Mund nehmen.

In allen anderen Stadtteilen als den genannten sehen die Stadt, das Kreis- und Landesumweltamt keine Notwendigkeit für Vorsorgemaßnahmen. Vermutlich ist auch der größte Teil des Asbests im Löschwasser gebunden und wird mit dem Abriss als Sondermüll entsorgt.

Update:

Entwarnung – Spielplätze wieder frei

Hüsten. Der Großbrand am Dienstag in Arnsberg-Hüsten hat keine Beeinträchtigung der Gesundheit mit sich gebracht. Die „Wischprobe“, mit der der Niederschlag in der Umgebung des Brandes aufgenommen wurde, hat unbedenkliche Werte ergeben.

Wie das Landesumweltamt dem Kreis und der Stadtverwaltung mitteilte, sind die Grenzwerte für bewohnte Räume bei Weitem nicht erreicht. Der Grad der Verunreinigung der Luft liegt unter einem Prozent des Grenzwertes. Demzufolge besteht „keine Gefahr für Leben und Gesundheit“. Die vorhandenen Verunreinigungen seien „ein rein hygienisches Problem“. Mit Erleichterung hat die Stadtverwaltung auf diese Nachricht reagiert. Die vorsorgliche Sperrung der Kinderspielplätze wurde bereits am Freitagnachmittag wieder aufgehoben.

(Quelle: Pressemeldung der Stadt Arnsberg vom 12.03.2010)

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