Latest News

Home » Nachrichten » Aktuelles » „Hauptsache anders“ – das Open-Air-Festival im Kunstsommer Arnsberg

„Hauptsache anders“ – das Open-Air-Festival im Kunstsommer Arnsberg

Arnsberg. Am Freitag, 20. August, und Samstag, 21. August, auf dem Neumarkt
Bekannte Bands, kühle Getränke, nette Leute und ein besonderes Flair – am Freitag, 20. August, und Samstag, 21. August, wird der Neumarkt zum Treffpunkt für Freunde der Populärmusik aller Altersgruppen und Geschmacksrichtungen. Open-Air auf der großen Festivalbühne und bei freiem Eintritt!
Den Opener macht am Freitag, 20. August, um 18 Uhr die Pee Wee Bluesgang. Die Band mit den Wurzeln in Iserlohn und der bundesweit verzweigten Fangemeinde starte erst vor Kurzem das wichtigste Comeback der letzten Jahre in der Blues-Szene. Viele hatten es erhofft und herbeigesehnt. Nun hat das Warten ein Ende. In neuer Besetzung bieten die PeeWee´s das Beste aus 32 Jahren Blues- und Rockmusik. Mit „Back on the Road again“ ist die Bluesrock- Formation zurück in der Erfolgsspur! Und wie! Lauter, schneller und lebendiger als je zuvor. Auch in der neuen Besetzung stehen die Urgesteine Frontmann Richard Hagel und Gitarrist Thomas Hesse für Kontinuität, Virtuosität und ausgelassene Spielfreude.

Auf Blues folgt Soul: Er ist der Pate des Soul – vor 30 Jahren veröffentlichte Edo Zanki die erste echte deutschsprachige Soulplatte. Es folgten hinreißende Kompositionen und Musikproduktionen für Ulla Meinecke, Herbert Grönemeyer, Anne Haigis, Ina Deter und viele andere mehr. Seine eigenen erfolgreichen Soloalben aus den 80-ern zeigten das Bild eines Singer-/ Songwriters in deutscher Sprache, das sich nicht aus dem traditionellen Chanson oder urdeutscher Liedermachertradition, sondern aus dem afroamerikanischem Soul und Blues und nicht zuletzt aus Edos mediterraner Herkunft speist. Auch in den 90ern traf Edo weiter den Nerv des Publikums und landete fleißig  Chart- und Verkaufserfolge.

Ende der 90er arbeitet Edo als Producer mit Sabrina Setlur und Xavier Naidoo zusammen und ist an der Produktion des ersten Söhne Mannheims Albums „Zion“ maßgeblich beteiligt. Sasha, Xavier und Till Brönner sind 2001 Gäste eines eigenen Albums. Es folgt eine lange künstlerische Partnerschaft mit Andre Heller. Seit einiger Zeit ist Edo Zanki wieder das, was er immer am liebsten sein wollte: Sänger, Sänger, Sänger! 2008 erscheint das neue Studio-Album „Alles was zählt!“. Edo präsentiert sich mit neuer Band in bester Musizierlaune, weiter gereift und sängerisch eindeutig in seiner eigenen Liga. 2009 folgt der Live-Take „Die Bewegungen sind lächerlich, aber das Gefühl ist maximal“. Anstatt sich auf seinem Renommee auszuruhen, zeigt Edo Zanki mit jedem Konzert, in jedem Song, wie klug und entspannt, wie musikalisch lustvoll deutsche Soulmusik sein kann. Und nur das zählt, im Kunstsommer, auf dem Neumarkt, am Freitag, 20. August, ab 20.30 Uhr.

Am Samstag, 21. August, 18 Uhr, lassen Äl Jawala mit druckvollem Sound die Lebensfreude und den Groove des Balkan-Brass sowie die sprühende Lebenslust der Roma-Musik auf die Rhythmen urbaner Clubkultur treffen. Es entstehen zündende „Big Balkan Beatz“. Äl Jawala ist ein arabischer Begriff für Reisende und fahrendes Volk und gibt damit die Marschroute für den Abend vor: Die Hitzigkeit der Zigeunerfanfaren kombiniert mit passionierter Improvisation und einem satten Schub Funkyness – diese Melange brachte der jungen Gruppe aus Freiburg weit überregionale Aufmerksamkeit und eine stetig wachsende Fangemeinde in ganz Europa ein. Die Saxofonisten Krischan Lukanow und Steffi Schimmer steuern fulminant durch rasante Arabesken und melodische Mäander der Eigenkompositionen. Markus Schumachers kochende Perkussion und Daniel Verdiers druckvoll dahinfliegender Tieftöner sorgen für zusätzliches Feuer. Mit Daniel Pellegrini schließlich ist ein versierter, spritzig agierender Drummer dabei, der auch mal zum Didgeridoo greift und so eine „tribale Note“ setzt. Diese Mischung geht direkt ins Blut!

Der Name ihres Programms ist Programm – und zugleich das inoffizielle Motto des Festivals auf dem Neumarkt: YeoMen  – „Hauptsache anders!“
Denkt man an „a-cappella“, erinnert man sich an Herren im Anzug, witzig und charmant, mal jünger und mal älter, immer nett und mit wunderschönem Satzgesang. Musik, die keinem wehtut, nicht anstrengt, und oft reich mit Erfolg belohnt wird.

Doch dann kam der Punk: Fünf Berliner Sänger stellten alles in Frage, wollten alles anders und schockten eine ganze Musikszene. Die YeoMen-A-Cappelleros gaben Rockkonzerte, wie man sie bisher nur von Instrumentalbands kannte, und stellten dazu noch einen neuen Weltrekord im Techno-A-Cappella-Nonstop auf (geschlagene 6 Stunden!). Bei ihren mittlerweile europaweiten Auftritten bleibt kein Publikum sitzen. Spektakuläre Luftgitarren, virtuose orale Schlagzeugsoli und wummernde Basseinsätze gehören genauso dazu wie zerrissene Shirts, zertrümmerte Mikroständer und tausende tanzende Zuschauer. 2007 waren YeoMen Tour-Support der „Ärzte“  – ein Novum für eine A-Cappella-Band. Und wer meint, dass Bass Jonas Harder dem Benno Schäfer aus „GZSZ“ doch verdammich ähnlich sieht, liegt gar nicht so falsch. Noch mehr Punk…

Mit Ironie, dem Ziel, sich selbst nicht so ernst zu nehmen und dem festen Glauben, die Welt verwandle sich irgendwann eh in eine riesengroße Fahrradpumpe, führen YeoMen ihre Revolution im Schilde und auf die Bühne. Eben  „Hauptsache anders!“. Und genauso wird es kommen. Im Kunstsommer Arnsberg. Auf der Festivalbühne auf dem Neumarkt, am Samstag, um 20.30 Uhr.

Für alle Interessierten und zur Einstimmung auf ihr Konzert laden YeoMen übrigens unter dem Motto „A-Cappella-Rock do it yourself – zum Anfassen und Selbermachen“ bereits für 15.30 Uhr zu einem offenen A-Cappella-Kurzworkshop in den Klosterhof Wedinghausen. Auch hier ist der Eintritt frei, eine Anmeldung oder Vorkenntnisse nicht erforderlich. Kommen, Singen, Spaß haben bis gegen 17 Uhr!

Freude am Kunstsommer Open-Air-Festival 2010 auf dem Neumarkt in Arnsberg. Und egal was der Wetterbericht sagt: Das kann nur heiter werden!

Informationen: www.kunstsommer-arnsberg.de, Telefon 02931 893-1116 und  -1117.

Schreibe einen Kommentar