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Betrug mit dubiosem Handelsregistereintrag: Gewerbeamt wehrt sich gegen Registerschwindler

Arnsberg. Auf den ersten Blick scheint es wie ein bürokratisches Anschreiben mit einer hohen Gebührenforderung. Auf den zweiten Blick entpuppt sich das Schreiben als Abzocke, gegen die das städtische Gewerbeordnungsamt vorgehen möchte.
Verschiedene Firmen und Vereine, die kürzlich ihre Unternehmung im Handelregister eintragen ließen, erhielten Post von der „ GRZ Gewerbe Register Zentrale Arnsberg “. Der Brief, mit Wappen versehen und in bestem Bürokratendeutsch verfasst, fordert die Gebühr für die Registereintragung. Per angehängtem Überweisungsträger sollen die Eintragungskosten von sage und schreibe 491,43 € gezahlt werden.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Behördenbrief, sondern lediglich um einen Trick. Den gerade gegründeten Firmen wird vorgegaukelt, es handele sich um eine behördliche Rechnung vom Gewerberegister bzw. Handelsregister, was im Kleingedruckten deutlich wird. Da ist dann plötzlich die Rede von einer „Eintragungsofferte“, dessen Vertragsabschluss mit Zahlung des besagten Betrages zustande kommt.
Für diesen enormen Betrag wird dann ein kleiner Eintrag in ein quasi nutzloses Register einer Internetseite vorgenommen. Im Internet ist auch ersichtlich, dass schon einige hundert Firmen und Vereine, unter anderem auch gemeinnützige, für diese vermeintliche Rechnung bezahlt haben. Dass sie hier einem Schwindel aufgesessen sind, fällt wohl erst dann wird auf, wenn die echte Rechnung der Oberjustizkasse Hamm oder vom städtischen Gewerbeamt kommt. Die beläuft sich übrigens auf 20,-€ bis 100,- €.
Als Absender der dubiosen „Eintragungsofferte“ entpuppte sich eine Firma aus Hessen, die in Berlin eine Briefkastenadresse hat, und vor der im Internet und sogar im Bundesanzeiger gewarnt wird.
Das städtische Gewerbeordnungsamt will nun dieser Firma per Ordnungsverfügung das Handwerk legen und bittet sämtliche Firmen und Vereine, die bereits die besagten „Rechnungen“ erhalten haben, sich unter [email protected] zu melden und möglichst eine Ablichtung der Rechnung beizufügen.

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