Polizeibericht

Arnsberg bietet seine Potenziale als Standort für Nachhaltigkeitsbildung an – NRW-Umweltministerin steht dem Vorschlag des Arnsberger Bürgermeisters positiv gegenüber

Foto: Besuch im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW: Von links Sebastian Witte, Ralf Paul Bittner, Ursula Heinen-Esser, Esther von Kuczkowski, Hubert Kaiser
Foto: Besuch im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW: Von links Sebastian Witte, Ralf Paul Bittner, Ursula Heinen-Esser, Esther von Kuczkowski, Hubert Kaiser

Arnsberg. Anfang Dezember überreichte Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner die durch eine von ihm einberufene verwaltungsinterne Koordinierungsgruppe vorbereitete Ideenskizze im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW an Ministerin Ursula Heinen-Esser. Die Stadt Arnsberg möchte sich als führender Waldkompetenzstandort in NRW und mit ihrer besonderen Expertise zur Nachhaltigkeit als möglicher Hochschul-Bildungsstandort einbringen.
Ziel des Gespräches mit der Ministerin und dem Leiter der Abteilung III (Forsten, Naturschutz) Hubert Kaiser, war es, von Seiten des Fachministeriums eine erste positive Rückmeldung für die Arnsberger Hochschulidee zu erhalten.

Mit ihrem Vorschlag knüpft die Stadt auch an die Entscheidung des Landes NRW an, die verschiedenen Einrichtungen des Landesbetriebes Wald und Holz in Arnsberg zu einem Zentrum Wald und Holzwirtschaft NRW in Arnsberg deutlich auszubauen. Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft NRW steht, wie u.a. auch das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen, das LEADER-Management, die Waldakademie Vosswinkel und einige Unternehmen vor Ort hinter der Idee des Bürgermeisters.

Hochschulkompetenz für Nachhaltigkeit ist aus ihrer Sicht eine wesentliche Voraussetzung um die drängenden Fragen von Klimawandel und Waldumbau und nachhaltigen, klimaneutralen Städten, Regionen und Unternehmen auf wissenschaftlicher Ebene zu bearbeiten – und für den notwendigen Transfer in die Praxis zu sorgen. Hauptzielgruppe sind junge Studienanwärterinnen aus Arnsberg, Südwestfalen und ganz Europa, die angesichts neuer globaler Herausforderungen Fachkenntnisse und interdisziplinäre Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit und Transformation aufbauen möchten. Denn dies sind die begehrten Experteninnen von morgen in den Unternehmen vor Ort und insbesondere im Sektor Wald und Holzwirtschaft, die den Übergang in eine nachhaltigere Wirtschaft mit wissenschaftlicher Unterstützung und fachlicher Weiterqualifizierung gehen wollen.

In welchen Kompetenzfeldern das Ministerium dringlichen Bedarf für NRW sieht und eine inhaltliche Ausrichtung der Hochschulinitiative unterstützen wird, wurde in Düsseldorf erörtert und muss nun zeitnah von den zuständigen Fachabteilungen geprüft werden. Danach könnte sich der Zuschnitt für ein Fächerangebot mit den Schwerpunkten Wald und Holz sowie Nachhaltigkeitsmanagement bestimmen, mit dem Arnsberg die Werbung um weitere Kooperationspartner fortsetzen wird.
Bürgermeister Ralf Paul Bittner hofft nach den ersten positiven Signalen aus dem Fachministerium auf eine breite gesellschaftliche und parteiübergreifende Unterstützung vor Ort: „Die Stärkung des Bildungsstandortes Arnsberg ist elementar für unsere Stadt und unsere Wirtschaft und hat auch große Strahlkraft in die Region „Südwestfalen“! Aber wir kommen auch unserer zunehmenden globalen Verantwortung nach und leisten einen Beitrag zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, denen wir uns bereits 2016 verpflichtet haben.“

Bereits zu Beginn des neuen Jahres wird Bürgermeister Bittner alle Beteiligten und Unterstützer zu einer Entwicklungswerkstatt einladen, um das Profil eines Hochschulstandortes Arnsberg weiter zu schärfen.

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