Akteure der Last-Minute-Veranstaltung am Berufskolleg Berliner Platz in Hüsten - Foto: HSK
Akteure der Last-Minute-Veranstaltung am Berufskolleg Berliner Platz in Hüsten – Foto: HSK

Hüsten. Kurz vor den Sommerferien haben über 80 Jugendliche aus dem Stadtgebiet Arnsberg eine besondere Beratungsveranstaltung genutzt, um noch einen passenden Anschluss nach der 10. Klasse zu finden. Die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA im Hochsauerlandkreis hatte dazu erstmals ein sogenanntes ‚Last Minute‘-Angebot organisiert. Am Mittwoch, 10. Juni, fand die Veranstaltung im neuen Gebäude des Berufskollegs Berliner Platz in Hüsten statt.

Eingeladen waren nicht nur Schülerinnen und Schüler, die noch keinen Anschlussplan haben, sondern auch Jugendliche, die derzeit keine Schule besuchen und aus verschiedenen Gründen bislang keine Perspektive gefunden haben. ‚Wir freuen uns, dass wir unsere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und alles optimal vorbereiten konnten. Die kurzen Wege und die lebendige Atmosphäre haben dieses Angebot für die Schülerinnen und Schüler sehr interessant gemacht‘, sagte Johannes Heppe, stellvertretender Schulleiter des BK Berliner Platz.

Die Jugendlichen durchliefen zunächst einen ‚Check-in‘ und wurden anschließend am ‚Gate‘ von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter an die passenden Fachleute weitervermittelt. Beratung gab es von Vertreterinnen und Vertretern der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Jugendhilfe, des Berufskollegs Berliner Platz, des Berufskollegs am Eichholz, der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, der Kreishandwerkerschaft Hochsauerland, der Handwerkskammer Südwestfalen sowie der Kolping Bildungszentren. Dabei wurden offene Ausbildungsstellen weitergegeben, Bildungsgänge an den Berufskollegs erläutert und wertvolle Kontakte geknüpft.

Die Gesamtkoordination lag bei Christina Chomsé von der Kommunalen Koordinierungsstelle der Landesinitiative ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘. ‚Die Koordination eines so multiprofessionellen Netzwerks erfordert Vertrauen und gutes Timing – beides haben wir hier gefunden. Es ist schön zu sehen, wie unterschiedlichste Partner gemeinsam Jugendliche voranbringen‘, sagte Chomsé und ergänzte: ‚Ein Netzwerk, das funktioniert!‘

Doreen Müller, Teamleiterin der Berufsberatung bei der Arbeitsagentur, zeigte sich begeistert: ‚Als Teamleiterin der Berufsberatung der Arbeitsagentur war ich begeistert von der Motivation der Jugendlichen. Einigen konnten wir noch offene Ausbildungsstellenangebote für weitere Bewerbungen mitgeben oder konkrete andere Angebote vermitteln.‘ Auch die Teilnehmenden selbst bestätigten die Wirkung des Angebots: ‚Ich wusste nicht, dass es überhaupt noch offene Ausbildungsstellen in meinem Wunschbereich gibt. Jetzt habe ich noch die Chance, eine Ausbildung zu finden und sehe eine Perspektive für nach den Ferien‘, berichtete eine Schülerin aus Arnsberg.

Nach den Gesprächen wurden die Jugendlichen beim Check-out noch einmal nach ihrem konkreten nächsten Schritt gefragt. Die beteiligten Institutionen werden die Jugendlichen auch nach der Veranstaltung weiter begleiten. Aufgrund der positiven Resonanz soll das Angebot im nächsten Jahr wiederholt werden, waren sich alle Beteiligten einig. Die Kommunale Koordinierungsstelle wird mit Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

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