
Neheim. Vor 15 Jahren hat der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg das ‚Seniorenkino‘ ins Leben gerufen. Der Kinobetreiber des Apollo Kino-Centers in Neheim war sofort bereit, das Projekt zu unterstützen. Seitdem läuft dort Monat für Monat der neueste Film für ein älteres Publikum. Das Jubiläum wird nun gefeiert: am Sonntag, 30. September, um 14.45 Uhr im Neheimer Apollo-Kino auf der Goethestraße.
Seit 15 Jahren haben Kinobetreiber Martin Scheid und Dieter Marks, ehrenamtliches Mitglied des Seniorenbeirates, ein Gespür dafür, was die Besucherinnen und Besucher – in Spitzenzeiten mehr als 250 – um 14.30 Uhr in ihr Seniorenkino lockt. Gefragt sind Filme, die dem heutigen Zeitgeist entsprechen. Ein normaler Kinobesuch ist es nicht: Die Gäste, viele davon aus dem Umland und überwiegend Stammgäste, die seit mehr als fünf Jahren dabei sind, werden mit einem freudigen ‚Hallo‘ begrüßt. Schon im Vorraum werden die wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht.
Die Vorstellung beginnt, wenn alle bequem sitzen, die Temperatur stimmt und Dieter Marks im Namen des Seniorenbeirates begrüßt hat. Dann gibt er dem Filmvorführer das Okay. Nach etwa einer Stunde friert das Bild ein, der Ton verstummt, das Licht geht an – und Dieter Marks lädt zu Kaffee und Kuchen ein. Die Filme laufen im Seniorenkino also stets in zwei ‚Halbzeiten‘.
Alles ist im Eintrittspreis von 10 Euro enthalten. Ohne ehrenamtliche Unterstützung wäre das nicht zu schaffen: Ehefrau Elke Marks kümmert sich um die Kaffeetafel. Möglich wird der günstige Preis auch, weil der Kinobetreiber beim Filmverleiher eine vergünstigte Leihgebühr ausgehandelt hat. Dieter Marks trifft die Vorauswahl der Filme, nimmt Kontakt zu den Filmverleihfirmen auf, informiert sich über kommende Titel und sieht sich die Trailer an. Anschließend schlägt er dem Kinobetreiber die ausgewählten Filme vor. Auch bei der Kuchenbestellung muss er mit jedem Cent rechnen, damit der Eintrittspreis stabil bleibt.
Wenn sich die Gäste in der Pause bei Martin Scheid sowie Dieter und Elke Marks für die Gastfreundschaft bedanken, bei Kaffee und Kuchen Informationen und E-Mail-Adressen austauschen, dabei ‚vom Höcksken aufs Stöcksken‘ kommen und viel gelacht wird, dann hat sich die Mühe wieder gelohnt – und das seit 15 Jahren.




