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Behördenauskunft ohne Worte – Start des D 115 Gebärdentelefons auch in Arnsberg

Arnsberg. Das Gebärdentelefon ist als neuer Service der Behördenrufnummer 115 ab Montag, 26. April 2010, auch in Arnsberg verfügbar. Ab sofort haben gehörlose und hörgeschädigte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mittels Gebärdensprache und Videophonie verlässliche Auskünfte und Hilfestellungen kommunaler, Landes- und Bundesbehörden online zu erhalten. „Wir haben bereits Kontakt mit den örtlichen Gehörlosenvereinen aufgenommen und ihnen Informationsmaterial zukommen lassen“, möchte Karin Schneck vom Service-Telefon den neuen Service schnell bekannt machen. „Mit dem Gebärdentelefon können wir eine weiter Lücke unserer Service-Dienstleistung schließen“.
Das 115-Gebärdentelefon überwindet Kommunikationshürden über einen visuellen Weg mittels sogenannter Gebärden. So wird den Gehörlosen ohne Hilfe Dritter ein normaler Dialog in der ihnen vertrauten Gebärdensprache ermöglicht. Dadurch erhält eine wichtige gesellschaftliche Gruppe, die den Service der Einheitlichen Behördenrufnummer bislang nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen nutzen konnte, einen leichten Zugang zur Verwaltung. Das 115-Gebärdentelefon wurde in Kooperation zwischen dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgebaut. Der Zugang zu diesem Service erfolgt über Videotelefonie. Der Nutzer benötigt dazu lediglich einen internetfähigen Computer und einen SIP-Videoclient, der kostenlose im Internet heruntergeladen werden kann. Über die sogenannte SIP-Adresse (Session Initiation Protocol) „[email protected]“ erfolgt der Zugang zum Gebärdenservice der Firma Telemark Rostock, einem Dienstleister des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).
Die gebärdenden Mitarbeiterinnen wurden speziell auf die Auskunftsprozesse unter Nutzung der D115-Wissensdatenbank geschult. Sollte eine Anfrage über die Inhalte der Wissenssuche hinausgehen, wie dem Kunden die Aufnahme seiner Anfrage und Weiterleitung dieser an die zuständige Behörde angeboten. Das Projekt D115 startete am 24. März 2009 in einem zweijährigen Pilotbetrieb und ist in den teilnehmenden Modellregionen für ca. 13 Millionen Bürgerinnen und Bürger verfügbar.
Langfristig soll der D 115-Service im gesamten Bundesgebiet verfügbar sein. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen erhalten über die Rufnummer 115 verlässliche Auskünfte und Hilfestellungen der öffentlichen Verwaltung unabhängig von föderalen und verwaltungsinternen Zuständigkeiten.

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