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Arnsberg. Am Freitag, dem 21. Oktober 2011, um 20:00 Uhr ist das vielfach preisgekrönte Schauspiel „Die entfernte Stimme“ im Sauerland-Theater in deutscher Erstaufführung zu sehen.
Acht Monate ist es her, seit Danny, das einzige Kind von Becca und Howie, bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Wie können sie mit diesem Verlust zu recht kommen? Wie kann man sich auseinandersetzen mit einer Welt, die sich so grundlegend verändert hat? Jeder sucht seine Überlebensstrategie: Abkapslung, sich von Allem trennen oder jede Erinnerung bewahren, auf ein gemeinsames Jenseits hoffen…
Das vielfach preisgekrönte Stück liefert ein bewegendes, sehr menschliches Portrait über den emotionalen Kampf eines glücklich verheirateten Paares mit dem Unglück. Gerade in dem Bemühen, mit der Katastrophe fertig zu werden, finden beide wieder zueinander.
Bewundernd weisen Kritiker darauf hin, wie es Autor Lindsay-Abaire gelungen ist, ohne jede Sentimentalität ein Stück über Trauer zu schreiben. Er beobachtet mit klarem, aber mitfühlendem Blick die Bemühungen einer ganz normalen Familie, mit der Katastrophe fertig zu werden, sich gemeinsam mit einer Welt auseinander zu setzen, die sich so grundlegend verändert hat.
„Es ist ein Stück über Menschen, die ihrer Trauer hilflos ausgeliefert sind. Aber das heißt nicht, dass alle mit tränenverschleiertem Blick ihre Tage bewältigen. So ein Stück wäre qualvoll, ja uninteressant und schwer auszuhalten. Das Gegenteil ist der Fall: die Personen sind sehr unsentimentale, geistvolle, oft auch humorvolle Menschen, die daran arbeiten, sich durch ihre Trauer zu kämpfen und, um einander zu kämpfen, so gut sie können!
In Hauptrollen spielen Susanne Uhlen und Carsten Klemm. Vor allem Susanne Uhlen wurde das Schauspielen quasi in die Wiege gelegt. Ihre Prominenz und Popularität verdankt sie unzähligen Filmen und Fernsehspielen, in denen sie große Rollen hatte und hat. Aber sie blieb dem Theater – besonders in Berlin und Hamburg – immer treu. Carsten Klemm erarbeitet sich seinen Ruf durch Hauptrollen in konventionellen aber auch avantgardistischen Stücken. Die Inszenierung für das EURO-STUDIO landgraf besorgte der polnische Regisseur Krzystof Zanussi. Er ist gleichermaßen ein Wanderer zwischen den Welten: Seit 1966 dreht er regelmäßig bekannte und mit Preisen gewürdigte Spielfilme, aber auch Fernsehproduktionen sowie Open- und Theaterinszenierungen in Polen, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz.

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