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AKIS im Hochsauerlandkreis: Kopfschmerzen – Wenn nichts mehr geht

Arnsberg/Hochsauerlandkreis. „Heute nicht Schatz, ich hab Migräne!“ – Eine beliebte Ausrede der Damen- und vielleicht auch manchmal Herrenwelt? Doch was steckt wirklich hinter der Volkskrankheit, unter der immerhin rund 10 % der Bevölkerung leidet?
 
Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen, die Hälfte davon unter Migräne. Allein hierdurch entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von 3,6 Milliarden Euro jährlich.
 
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, bei der periodisch wiederkehrend anfallartige, oft halbseitige Kopfschmerzen den Betroffenen das Leben schwer machen, wobei Frauen dreimal so häufig betroffen sind wie Männer.
 
Ein Migräneanfall kann über Tage hinweg auftreten. Bei ca. einem Drittel der Betroffenen kündigt er sich durch eine Vorbotenphase an, bei der psychische, neurologische und vegetative Symptome wie Müdigkeit, Geräuschempfindlichkeit und häufiges Gähnen, aber auch Magen-Darm-Störungen, Heißhunger und Hyperaktivität auftreten.
In 15 %  bis 20 % der Fälle folgt dann die so genannte Auraphase. Hierbei werden meist visuelle Störungen wie der Verlust des räumlichen Sehens oder Unschärfe festgestellt, aber auch ein Kribbeln in Armen, Beinen oder Gesicht, Gleichgewichtsstörungen oder andere neurologische Ausfälle sind nicht selten. Bei starker visueller Ausprägung der Auraphase spricht man auch vom „Alice-im-Wunderland-Syndrom“.
Während der eigentlichen Kopfschmerzphase treten oft noch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit auf. Ruhe und Dunkelheit können in dieser Phase Linderung verschaffen.
In der Rückbildungsphase nehmen diese Beschwerden dann bis zur vollständigen Erholung wieder ab.
 
Rund um das Thema Migräne geht es auch in der Informationsveranstaltung am 24. November ab 19:00 Uhr im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg, Clemens-August-Str. 116-120 in Arnsberg.
Initiiert wird diese Informationsveranstaltung in Kooperation mit der AKIS im HSK und dem Gründer der neuen Selbsthilfegruppe „Migräne“ Dr. med. Norbert Albersmeier, Arzt für Innere Medizin und Kardiologie, der bis Mai 2011 leitender Oberarzt der Kardiologie des Karolinenhospitals war.

Als Referent konnte Herr Priv. Doz. Dr. Buss vom Klinikum Arnsberg gewonnen werden. Er ist Chefarzt im St. Johannes-Hospital Neheim und Facharzt für Neurologie.
„Ich war überrascht, als mich der Kollege Dr. Albersmeier bat, einen Vortrag zum Thema Migräne zu halten, denn er ist ja schließlich Spezialist auf diesem Gebiet und kann das Leiden der Menschen  verstehen, da er selbst auch seit seiner Jugend unter Migräne leidet.“ so Dr. Buss.
 
Dr. Buss wird über die unterschiedlichen Kopfschmerzformen, speziell über Migräne, dessen Ursachen und über die Behandlung und Vorbeugung  referieren.
 
„Menschen, die unter Migräne leiden, werden oft nicht ernst genommen“, so Dr. Norbert Albersmeier, „Viele glauben, es sei eine Ausrede, dabei können sich die meisten gar nicht vorstellen, wie sehr Migräne-Patienten leiden und um Verständnis und Anerkennung der Krankheit kämpfen müssen.
„Seitdem ich nun im Ruhestand bin und nicht mehr beruflich mit der Behandlung von Menschen zu tun habe, möchte ich jetzt mit meinem Wissen und meiner Erfahrung aus der Praxis, aber auch aus meiner eigenen Betroffenheit heraus, unterstützen und einen Erfahrungsaustausch ermöglichen. Ich hoffe, dass viele Menschen aus dem Hochsauerland diese Chance der  entstehenden Selbsthilfegruppe nutzen.“    
 
Das erste Treffen des Gesprächskreises findet am Donnerstag, den 01.12.2011 um 19:00 Uhr im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg statt, wo sich auch zukünftig die Gruppe jeden 1. Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr trifft.
 
Interessierte wenden sich bitte an Norbert Albersmeier, Tel.: 02932 39771 oder die AKIS im HSK, Marion Brasch, Tel.: 02931 9638-105, Mail: [email protected]

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