Arnsberg. Eine Anwohnerin des Kreuzkirchwegs in Arnsberg hat am Mittag eine Drohne gemeldet, die sich in wenigen Metern Abstand vor ihrem Balkon befand und anschließend auch an weiteren Wohnhäusern in der Nähe entlangflog. Der Vorfall ereignete sich zwischen 12:15 und 12:30 Uhr. Die Frau vermutet, dass mit dem Fluggerät Foto- oder Videoaufnahmen gefertigt wurden.
Die Drohne sowie der verantwortliche Fernpilot konnten von der Polizei nicht mehr festgestellt werden. Eine nähere Beschreibung des Geräts liegt bislang nicht vor. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, die Ermittlungen dauern an.
Bereits am vergangenen Montag war es in Arnsberg zu einem ähnlichen Vorfall mit einer Drohne gekommen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen wird derzeit geprüft.
Die Polizei weist darauf hin, dass auch beim Einsatz von Drohnen die Privatsphäre anderer Menschen zu respektieren ist. Aufnahmen von Personen, Balkonen, Gärten oder anderen Bereichen, die normalerweise nicht öffentlich einsehbar sind, können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Drohnenpiloten sollten sich vor jedem Flug mit den geltenden Vorschriften und möglichen Flugbeschränkungen vertraut machen.
Wer eine verdächtige Drohne beobachtet, sollte nach Möglichkeit den Flug, das Aussehen der Drohne, die Flugrichtung sowie den möglichen Standort des Piloten dokumentieren – ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen – und anschließend die Polizei verständigen. Hinweise nimmt die Polizeiwache Arnsberg unter der Telefonnummer 0291-9020-3211 entgegen.
