
Arnsberg. Am Sonntag, 5. Juli, wird in der Werkstattgalerie Der Bogen im Kunst-Werk am Kaiserhaus, Möhnestraße 59, um 15.00 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet. Die Kölner Künstlerin Katja Butt zeigt unter dem Titel ‚mit und ohne Worte – Zeichnungen‘ eine Auswahl ihres zeichnerischen Werks. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch, das während der gesamten Ausstellungszeit präsentiert wird.
Katja Butt ist seit ihrem Studium mit ihren Werken in zahlreichen Ausstellungen und Festivals im In- und Ausland vertreten – darunter Stationen in Europa und Asien. Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt liegt in ortsspezifischen und raumbezogenen Videoinstallationen, die sie seit Anfang der 1990er Jahre für unterschiedliche Kontexte konzipiert und realisiert.
In der Auseinandersetzung mit Funktion, Geschichte oder Architektur eines Ortes entwickelt sie Konstruktionen, in denen sich eine Besonderheit des Raumes im Spiel der Videobilder – oft über mehrere Bildschirme verteilt – verselbstständigt. Charakteristisch ist ihr dokumentarischer Ansatz mit einer minimalistischen Bildsprache: die eigenwillige Kameraführung, der Videoschnitt und eine pointierte akustische Nachbearbeitung sind dabei wesentliche Stilmittel.
Auch ihre Zeichnungen und Fotoarbeiten spiegeln das Interesse an architektonischen und semantischen Konstrukten wider. Mit dem Ansatz einer Bildhauerin untersucht Butt scheinbar feststehende Prinzipien und damit verbundene gesellschaftliche Zusammenhänge – etwa Raum- und Körpertheorien, Schrift und Sprache, Gedankenmodelle oder künstlerische Reflexe. Dabei setzt sie der Statik stets Dynamik und Instabilität entgegen.
Darüber hinaus engagiert sich die Künstlerin in verschiedenen Projekten: bei ‚Strichstärke – Projekte zur Zeichnung‘ (seit 2017) sowie bei EWVA – Equality for Women in Visual Arts (seit 2023).
Die Ausstellung ist dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Die Finissage findet am Sonntag, 26. Juli, um 15.00 Uhr statt.




