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Kaiser und Gott – Wie funktionierte die römische Religion?

Arnsberg. Nach antiken Historikern ist die Religion eine Erfindung des zweiten legendären römischen Königs, Numa Pompilius. Dieser meinte nämlich, durch die Religion das Volk besser beherrschen und lenken zu können. Dabei setzte er zugleich die Priester, die Kulte und deren wirtschaftliche Versorgung ein. Im Laufe der römischen Republik (ca.500-30 v. Chr.) füllte sich der römische Götterhimmel zusehends. Zu den typischen frühen, meist der Natur zuzuordnenden altrömischen Gottheiten gesellten sich die griechischen olympischen Götter, später kamen dann die zahlreichen orientalischen Gottheiten hinzu. Unter diesem Einfluss der griechisch-hellenistischen und orientalischen Welt begann die römische Führungsschicht, ihre Familiengeschichte in grauer Vorzeit mit der Herkunft von Göttern in Verbindung zu bringen. Es war nur natürlich, dass mit Beginn der Kaiserzeit (27 v. Chr.) der Herrscher für sich eine menschliche Überhöhung beanspruchte und bereits der erste Kaiser Augustus nach seinem Tod unter die Staatsgötter erhoben wurde. Unter seinen Nachfolgern entwickelte sich nach östlichem Vorbild der sog. Kaiserkult. Auch dieser Kult war ein Herrschaftsinstrumentarium.

Wie funktionierte der römische Kult? Was bedeutete der Polytheismus? Welche Stellung nahmen Kulte wie die der ägyptischen Göttin Isis ein? Welche Funktionen hatte in einem Vielvölkerstaat der Kaiserkult, und wie wirkte er auf das sich herausbildende Christentum?

Diese und andere Fragen sind Thema eines Vortrages der SENAKA von Privatdozentin Dr. Raphaela Czech-Schneider am Mittwoch, 25.03.2009, 14.30-16.00 Uhr in der Präparandie, Sauerstr. 1, 59821 Arnsberg. Anmeldungen: 02931-530257 oder 13464

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