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Selbsthilfe im Walburga-Krankenhaus: Gruppen und Kontaktstelle präsentierten sich bei Gesundheitswoche

Hochsauerlandkreis. „Gemeinsam stark sein“ – Unter diesem Motto präsentierten sich im Rahmen der Gesundheitswoche im St. Walburga-Krankenhaus Meschede am Samstag viele Selbsthilfegruppen aus dem Hochsauerlandkreis sowie die Selbsthilfekontaktstelle AKIS im HSK, das Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland und die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes Brilon.

Was machen eigentlich Selbsthilfegruppen? Und wo finde ich die passende Gruppe? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Selbsthilfe beantworten die AKIS im HSK – Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Hochsauerlandkreis – und das Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland, eine Gemeinschaft von Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich für die Förderung und Unterstützung der Selbsthilfe im HSK engagieren.
„Noch immer haben viele Bürgerinnen und Bürger die Vorstellung, dass in Selbsthilfegruppen Menschen in Norweger-Pullis und Birkenstock-Schlappen im Stuhlkreis sitzen, und genau dieses Vorurteil wollen wir abbauen!“ erzählt Marion Brasch, Leiterin der AKIS im HSK. Die AKIS im HSK ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Informationen zur Selbsthilfe und Selbstorganisation im HSK und unterstützt sowohl Selbsthilfegruppen als auch Betroffene, Angehörige und Fachleute.
Eine „Selbsthilfe-Meile“ an Informationsständen bot sich nun den BesucherInnen und Patienten/Patientinnen des St. Walburga Krankenhauses vom Foyer aus über den gesamten Flur des Erdgeschosses. Aber nicht nur zu verschiedenen Krankheitsbildern wie Krebs, Schlaganfall, Diabetes, Borderline, Borreliose, Fibromyalgie und Suchterkrankungen konnten sich Interessierte informieren, sondern sie konnten auch Gruppen zu besonderen Lebenslagen wie Ü50, Pflegende Angehörige, Angehörige um Suizid, Alleinerziehende und den Club Behinderter und ihrer Freunde kennenlernen. Selbsthilfe basiert auf der Verantwortung des Menschen für sich selbst und entsteht immer dort, wo Menschen versuchen, ihre Lebensprobleme zu meistern. In Selbsthilfegruppen kommen Menschen zusammen, die unter einem gemeinsamen Problem leiden, das sie mit vereinten Kräften überwinden möchten. Sie entstehen aus der Initiative der von der Krankheit oder Problemlage Betroffenen selbst heraus. Sie selbst sind die Experten, die sich zur gemeinsamen Problembewältigung zusammenfinden.
Ergänzt wurde das Angebot durch Vorträge des ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten des Kreises, Heinz Arenhövel, zum Thema „Stufe für Stufe – Wir beseitigen sie! Barrierefrei in Meschede“ und der AKIS im HSK mit dem Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland, die über die Historie, Bedeutung und Entwicklung der Selbsthilfe im HSK referierten.
Weitere Informationen über Selbsthilfegruppen gibt es bei der AKIS im HSK, Tel.: 02931 9638-105, e-Mail: [email protected] oder unter www.arnsberg.de/selbsthilfe.

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